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 01.01.2011

Biertyp - Details

Name
Englischer Barleywine
Typ
obergärig
Kategorie
Starkes Ale
Style Code
BJCP 19B
Stammwürze
20 - 30 °P (1,080 - 1,120 SG)
Restextrakt
4.5 - 7.5 °P (1,018 - 1,030 SG)
Bittere
35 - 70 IBU
Farbe
20 - 57 EBC (8 - 22 SRM)
Alkohol
8 - 12 %vol
Karbonisierung
-
Gesamteindruck
Das schwerste und stärkste englische Ale. Ein Paradebeispiel malziger Süße und komplexer, intensiver Geschmacksnoten. Der Charakter dieser Ales kann sich über die Zeit stark ändern; sowohl junge als auch alte Versionen sollten entsprechend ihrer typischen Eigenschaften gewürdigt werden.
Das Malzprofil kann stark variieren; nicht jedes Exemplar hat alle möglichen Geschmacksnoten oder Aromen.
Aussehen
Die Farbe kann von Gold bis zu sehr dunklem Bernstein oder sogar Dunkelbraun reichen. Es sollte nicht komplett undurchsichtig sein. Geringe bis mittlere weißliche Schaumkrone, die meist wenig haltbar ist. Kann bei niedriger Temperatur leicht trüb durch Kühltrub sein, und sollte gut bis brilliant kar werden, wenn es sich erwärmt. Die Farbe kann sehr tief wirken, als ob man durch eine dicke Glaslinse sieht. Der hohe Alkoholgehalt und die Viskosität werden sichtbar, wenn das Bier beim schwenken des Glases in Streifen am Glas herunterläuft.
Geruch
Sehr schwer und stark malzig, oft mit karamellartigem Aroma. Kann mäßig bis stark fruchtig sein, oft mit dem Charakter von Trockenfrüchten. Das Aroma der englischen Hopfen kann mild bis kräftig sein. Die Alkoholaromen sind gering bis mäßig, aber nie kratzig oder lösungsmittelartig. Die Intensität dieser Aromen nimmt mit oft dem Alter ab. Das Aroma kann einen schweren brotigen, toastigen, toffee- melasse- oder sirupartigen Charakter haben. Gealterte Exemplare können sherryartige Qualitäten, möglicherweise weinige oder portweinartige Aromen und generell gedämpfte Malzaromen haben. Wenig oder kein Diacethyl.
Mundgefühl
Schwerer, weicher Körper mit einer samtigen, üppigen Textur (wobei der Körper aber mit dem Alter leichter werden kann). Eine weiche Wärme vom gut gelagerten Alkohol sollte vorhanden, aber nie scharf oder kratzig sein. Die Karbonisierung ist gering bis mäßig, abhängig von Alter und Lagerung.
Geschmack
Starke, intensive, vielschichtige Malznoten die von brotig und biscuitartig über nussig oder stark toastig bis dunkel karamell-, toffee- oder sirupartig reichen. Mäßige bis starke malzige Süße am Gaumen, obwohl der Abgabg, ja nach Lagerung, nur mäßig süß bis mäßg trocken ist. Einige oxidierte oder weinige Geschmacksnoten können vorhanden sein, ebenso wie oft komplexe Alkoholnoten. Der Alkoholgeschmack sollte nicht harsch, scharf oder lösungsmittelartig sein. Mäßige bis recht hohe Fruchtigkeit, oft mit dem Charakter von Trockenfrüchten. Die Hopfenbittere reicht von gerade für die Ausgewogenheit ausreichend bis zu einer soliden Präsenz; die Balance reicht daher von malzig bis etwas bitter. Geringer bis mäßig starker Hopfengeschmack, meist von englischen Sorten. Wenig bis kein Diacethyl.
Zutaten
Gut gelöstes helles Malz sollte das Rückgrat der Schüttung bilden, zusammen mit entsprechenden Mengen von Karamellmalzen. Dunkle Malze sollten, wenn überhaupt, nur zurückhaltend eingesetzt werden, da der Großteil der Farbe bei der langen Kochung entsteht. Englische Hopfen wie Northdown, Target, East Kent Goldings und Fuggles. Charakteristische englische Hefe.
Geschichte
Üblicherweise das stärkste Bier einer Brauerei, und in den letzten Jahren von vielen kommerziellen Brauereien als Jahrgangsbier angeboten. Normalerweise vor dem Ausstoß entsprechend lange gelagert. Wird oft mit der Winter- oder Weihnachszeit in Verbindung gebracht.
Beispiele
Thomas Hardy's Ale, Burton Bridge Thomas Sykes Old Ale, J.W. Lee's Vintage Harvest Ale, Robinson's Old Tom, Fuller's Golden Pride, AleSmith Old Numbskull, Young's Old Nick (meist mit 7.2%vol Alkohol), Whitbread Gold Label, Old Dominion Millenium, North Coast Old Stock Ale (wenn gelagert), Weyerbacher Blithering Idiot
Kommentar
Obwohl oft ein hopfiges Bier, legt der englische Barleywine den Schwerpunkt weniger auf den Hopfencharakter als amerikanischer Barleywine und nutzt englische Hopfen. Englische Versionen können dunkler, malziger und fruchtiger als amerikanische Barleywines sein und mehr schwere Geschmacksnoten von Spezialmalzen zeigen.
Notizen
 
Speisen
Brotzeit, Crème brûlée, Deftige Fleischgerichte, Grillfleisch, Gulasch, Ochsenschwanz, Rindfleisch, Foie Gras, Wurst

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